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Collection Rex Maison d‘art Jardin de Sculptures
HartlibOtt

Hartlib Rex


Maler und Zeitzeuge 1936 – 2009


Hartlib Rex kommt 1936 in Hamburg als später Sohn des Bildhauers Wilhelm Rex zur Welt. Ein klassischer Bildungsweg führt ihn an die Kunstakademie Karlsruhe und an die Chelsea School of Art, London. Neben Malerei studiert er Kunstgeschichte und Englisch. 1968 eröffnet er die legendär gewordene «Galerie für Zeitgenössische Kunst» in Hamburg und verhilft einigen seiner Künstler zum Durchbruch. 1975 zieht er in den Schwarzwald, Donaueschingen, um sich intensiver dem eigenen Schaffen zu widmen. Er macht sich einen Namen als Maler, Autor und Collagist. 1980 findet die Übersiedlung nach Zürich, Schweiz statt. Die Ehe mit Sonia Junod bindet ihn über 20 Jahre an Zürich und erweist sich als sehr produktiv. Diese Lebensphase gipfelt im reifen Werkzyklus der «Kopfwelten» .

Schwerpunkte der Malerei von Hartlib Rex ab Ende der 50er Jahre sind abwechslungsweise Landschaft und Portrait, wobei Geschichtsbewusstsein und politisches Engagement bereits präsent sind, etwa in in den Collagen der 70erjahre, oder im Triptychon über den Vietnam-Krieg . Die Bildgestaltung ab 1980 zeugt von einer sensiblen realitätsbezogenen Annäherung an irische und bretonische Landschaften. Die Jahre 1980- 2000 bringen den grossen Werkzyklus der «Kopfwelten» hervor, in welchen Rex sich mit Persönlichkeiten des Kulturbetriebs auseinandersetzt. Hartlib Rex ist rückhaltlos Maler, sowohl in seiner Widersprüchlichkeit wie in der Darstellung von Dissonanzen.  Ab 1961 stellt Hartlib Rex in namhaften Galerien und Museen aus (Auswahl: Lübeck et Haarlem 1966, Oldenburg 1967, Lüttich und Leeuwarden 1969, Bremerhaven 1970, Bremen 1971, Apeldoorn 1972, Sezession Wien 1972, Gauting 1988, Todtmoos 1991, Blumberg 2000, Internationale Kunstmessen wie Art Basel, Düsseldorf, Brüssel und Paris (FIAC) 1973-76.) Er beteiligt sich an mehreren transnationalen Themenausstellungen. Als Mitglied der Autorengruppe «Olten» und des internationalen PEN Club veröffentlicht er Texte und Essais (Arts Review London, Atelier-Zeitung Köln, Fantasmagie Brüssel, Einspruch Zürich) und führt Tagebuch.

Sein sehnlichster Wunsch erfüllt sich 2001, als er das Anwesen des «KUNSTHAUSES SÜDBURGUND» erwirbt. Er lässt sich in seiner Wahlheimat nieder, der Burgunder Landschaft des Brionnais. 2009 stirbt er an den Folgen eines Tumors.